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Zuhause gefunden
Zur Geschichte: Im Spätsommer 2001 beschloss der mit der Todesspritze beauftragte Tierarzt, Sandy nicht einzuschläfern, sondern sie erst mal aufzunehmen. Sandy ein wenig zu dick, supersauber, aber mit traurigem, abwesenden Blick, hatte ihr Leben wieder. So kam sie am nächsten Abend zu uns, sie führte sich recht gut in das vorhandene Hunde-/ Katzenrudel ein. Ganz bald ließ Sandy ihre "Aggression" durchblicken, sie stürzte sich völlig grundlos auf einen ihr nahestehenden Hund, riss ihn zu Boden, jedoch war außer Aufregung und Schreck nichts passiert. Im Laufe der folgenden Woche stellt sich heraus, dass Sandy viel ruhiger war, wenn sie ihrem Bewegungsdrang entsprechend Auslauf hatte. Also stand fest, dass Sandy nur an junge sportliche Menschen vermittelt werden kann. So geschah es am 29.12.2001. Wir danken der Familie - die Sandy trotz ihrer "Macke", welche sich während der schlechten Sozialisierung im Welpenalter bei einem Massenzüchter hervorragend bilden konnte -, dass sie Sandy aufgenommen haben. Wir wünschen ihnen mit Sandy viel Spaß und uns, dass Sandy viele Jahre unbeschwert bei Ihnen bleiben kann.
P. S. Wir wollten Ihnen als Leser/-in nicht erzählen, wie gut wir unsere Arbeit leisten, sondern einmal aufzeigen, was dumme, ignorante Menschen aus Tieren machen können. In Sandy´s Fall handelt es sich eindeutig nicht um einen - staatlich eingestuften- "Kampfhund", sondern um einen Golden Retriever, aber wir sind uns sicher, dass Sandy eben den Kampfhund-Stempel (so wie ihn viele Listenhunde bekamen) ganz schnell aufgedrückt bekommen hätte. Sandy ist kein Bullterrier, Stafford oder ähnliches sondern, wie die zuvor genannten Tiere (Bullterrier, Stafford) eben auch ein Hund, der in ignorante und unwissende Hände geriet. Wir wollen auch hier mal wieder aufzeigen, dass Hunde (egal welche Rasse) keine Monster sind, sondern leider zu oft falsch verstanden und gehalten werden.
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