Arm – ärmer – Jette

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Arm – ärmer – Jette

2018-11-12T21:28:16+00:00 17 Oktober, 2018|0 Kommentare

Wir haben ja schon vor ein paar Tagen kurz über Jette berichtet. Mittlerweile wissen wir mehr.

Jette ist eine 13jährige, reinrassige Petit Basset Griffon Hündin. Seit 13 Jahren lebt sie bei ihrem Besitzer. Wie lange ihr Zustand schon so grauenhaft ist wissen wir nicht so genau, können es aber erahnen.

Am vergangenen Freitag, 12. Oktober 2018 am späten Nachmittag haben wir von Jette erfahren. Die Schilderungen waren schlimm, so dass wir für Samstag, 13. Oktober sofort einen Termin beim Tierarzt hatten.

Nachstehend das Untersuchungsergebnis:

“Jette presst auffällig auf Urin und macht nur kleine rotbraune Pfützen. Beide Ohren zeigen eine hochgradige Otitis, die Haare in den Ohren sind in diesem Zustand nicht zu entfernen, da beide Ohren hoch schmerzhaft sind. Beide Augen zeigen einen Vorfall der Nickhautdrüse. Die Hornhaut beider Augen ist trocken und trübe. Jette muß dringend weitergehend untersucht werden. Ein Ultraschall des Bauchraumes ist zwingend erforderlich, um die Ursache des Urinpressens weiter einzugrenzen.

Es ist völlig unklar, wie lange der schlechte Zustand des Hundes schon besteht, auf jeden Fall länger als 10 Tage (das ist der Zeitraum, seit ihr Besitzer im Krankenhaus ist). Alle Symptome sind chronisch.”

Jette hat Medikamente bekommen und wir haben sie nach der Untersuchung wieder zu den lieben Menschen gebracht, die uns über den Zustand von Jette informiert haben.

Wir haben dann am späten Nachmittag des Samstags versucht, den Besitzer davon zu überzeugen, dass Jette dringend behandelt werden muß und wir uns darum kümmern würden. Unser Hilfs- und Übernahmeangebot hat er abgelehnt. Die Tierarztrechnung hat er allerdings nicht erstattet. Soviel dazu…

Am Sonntag, 14. Oktober 2018, hat der Besitzer verfügt, dass Jette zu einer Nachbarin von ihm muß. Mit einer Vollmacht ausgestattet hat diese Nachbarin Jette übernommen. Sie war nicht besonders erfreut, als Jette kurz hintereinander 2mal Urin in der Wohnung abgesetzt hat. Mit mulmigem Gefühl haben die lieben Pflegemenschen Jette bei der Nachbarin gelassen.

Wir haben das beim zuständigen Veterinäramt gemeldet. Fotos, ein ausführlicher Bericht von uns, das Untersuchungsergebnis, die Arztrechnung und unser Übernahmeangebot für die traurige Hündin Jette liegt dem VetAmt vor.

Nun hoffen wir darauf, dass das VetAmt entsprechend tätig wird.

Weitere Recherchen lassen die Vermutung zu, dass Jette, die bereits in den ersten Tagen des Krankenhausaufenthaltes ihres Besitzers alleine in der Wohnung war, nun wieder dort auf Hilfe wartet. Der Besitzer soll das Krankenhaus am Sonntag kurz verlassen und die arme Jette bei der Nachbarin abgeholt haben. Erwiesen ist das nicht, verwundern würde es uns aber auch nicht.

Dieser Mann ist offensichtlich nicht in der Lage, die Schmerzen und das Leid seines Hundes zu erkennen. In solchen Fällen ist zumindest uns ganz klar – dort darf Jette auf keinen Fall bleiben. Wir würden ihr wünschen, dass ihre letzten Lebensjahre um einiges sicherer und beschützter sind als die Jahre, die sie hinter sich hat.

Wir berichten weiter.

 

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