Liebe Freunde von Animal Shelter,

es wird höchste Zeit für ein paar Infos von uns.

Wir hatten in den letzten Wochen und Monaten – also eigentlich wie immer –  recht viel um die Ohren und kaum Zeit um ein paar Neuigkeiten zu veröffentlichen. Aber nun drängt es und nachfolgend nun die News.

Fangen wir mal an:

Huhn mit neurologischen Ausfällen, blind geworden und nun? Sie frisst kaum und ist nicht gut beisammen.

Die Schafe müssen Ende Mai mittlerweile durch eine profesionelle Schererin geschoren werden, das kostet pro Tier 15,- €, dazu müssen sie alle entwurmt werden und die Klauen werden auch gleich geschnitten und wir brauchen sehr dringend neue Zäune für die Schafe !

Unsere Schafe mussten wir wegen der aufkommenden Blauzungenkrankheit (stark infektiös) impfen lassen, es ist keine Pfllicht aber wenn sie erkranken, dann sind Todesfälle nicht selten und bis dahin leiden die armen Tiere unsäglich. Die Impfung an sich ist nicht so teuer pro Tier, aber der Tierarzt muss zu uns kommen und das Ganze mal elf,  das läppert sich und diese Impfung muss nach einigen Wochen wiederholt werden.

Und :

Öfter mal – weil die hier lebende wilde Rehgruppe täglich mehrmals unsere Wiesen kreuzt, ist der dusseligste junge Rehbock aller Zeiten Anlaß für einen Kraftakt und Stress. Er versucht immer wieder über die Schafzäune zu springen und manchmal bleibt er daran hängen. Dann müssen wir ihn mit einer Decke aus dem Zaun retten, eine hochgefährliche Angelegenheit – für uns, nicht so sehr für den Rehbock. Er wehrt sich nämlich heftig gegen die Rettungsaktion und setzt seine Klauen und sein flaumiges – wenn auch kurzes – Geweih ein um uns so richtig was zu verpassen. Mit vereinten Kräften schmeissen wir eine Decke über seinen Kopf und dann muss es ganz schnell gehen – das Tier kräftig packen, aus dem Zaun befreien und die Decke wieder wegziehen. Also Dankbarkeit sieht anders aus, dem (kleinen) Kerl kommt fast Feuer aus der Nase :-). !!!

Tja, und bei diesen Aktivitäten müssen wir den Zaun zerschneiden weil er meistens mehrfach um den Kopf und die Vorderbeine des kleinen Bocks gewickelt ist, das bedeutet das wir nun nicht mehr flicken können und beinahe  – nach Jahren  – fast alle Zäune erneuern müssen.

 

Nun zu den Hühnern:

Fast allen Hühnern geht es gut, sogar unsere Opernsängerin Philli ist noch guter Dinge, obwohl sie nicht mehr die Jüngste ist.

Eines der Hühner – Babbette –  macht uns aber Kummer. Quasi über Nacht scheint es erblindet zu sein und kämpft mit neurologischen Ausfällen ( d.h. dass sie ihre Krallen verkrampft hält, sie kann sich kaum auf den Beinen halten), etc. bislang hat keine Therapie etwas genutzt. Durch die Erblindung findet es selbstständig nichts mehr zu futtern, so dass wir es separat füttern müssen, ein nicht unerheblicher Zeitfaktor. Wir haben keine große Hoffnung, dass es besser wird und bereiten uns darauf vor, das arme Hühnchen einschläfern zu lassen.

Die Hühner müssen bald auch wieder die jährliche Newcastle-Impfung bekommen – sie ist vorgeschrieben – und somit unerlässlich. Dann bekommt jedes Huhn eine Spritze.

Eine unserer alten Hündinnen, Aliah, mussten wir im immerhin gesegneten Alter von über 14 Jahren gehen lassen.

Explosionsartig haben sich in ihrer Schnauze viele große und kleine Tumore gebildet, die sich als bösartig herausgestellt haben, sie konnte nach sehr kurzer Zeit weder fressen noch schlucken und so haben wir uns von ihr verabschieden müssen.

Wir haben uns ja auf die Fahne geschrieben, uns um alte, kranke und ungewollte Tiere zu kümmern und haben reichlich Erfahrung im Abschied nehmen. Gewöhnen wird man sich daran nie, es ist immer schmerzhaft für uns.

Für Monty, den alten Pferdezausel – nun etwa 34 Jahre alt – muß der Schmied – wie alle sechs bis acht Wochen kommen, das wird auch und wie immer ein Hausbesuch. Die halbjährliche Entwurmung ist auch wieder dran, die Batterie vom Weidezaungerät ist defekt und muss erneuert werden. Wegen der Corona-Krise sind Hausbesuche momentan recht schwierig. Wir müssen auch hier alles möglich machen um viel Abstand und die Desinfektion für alle einzuhalten und um Übertragsungsmöglichkeiten zu reduzieren.

Ob es am derzeitigen Corona-Drama liegt wissen wir nicht aber unser monatliches Spendenaufkommen liegt im unteren dreistelligen Betrag und damit ist nur schon das zuvor Geschriebene nicht mehr zu stemmen, dazu kommen noch Arztkosten für die alten noch bei uns lebenden Hunde und Katzen, Spezialfutter und und und.

Im August muss der gesetzlich vorgeschriebene Mistcontainer bezahlt werden, das kostet satte 600 Euro Miete. Jede Leerung nochmals 60,00 €.

Die Schafe und Pferde hinterlassen nämlich etwas und das lassen wir natürlich nicht liegen, das dürfen wir auch gar nicht. Die Leerung des Restmüllcontainers, den wir mit 280 Euro/Jahr mieten müssen, kostet pro Leerung runde 350 Euro, geleert wird er 3mal im Jahr.

Wir schreiben hier mal auf, was wir wirklich dringend brauchen:

  • Schafzäune (roter Maschendraht, mindestens 90 cmhoch)
  • 2 bis 3 gescheite Schubkarren mit jeweils einem Vollgummirad
  • 2 Mistgabeln
  • klumpendes Katzenstreu.

Wenn Sie uns dabei mit einer kleinen Spende helfen würden, wäre das sensationell.

Aus Kostengründen können wir in diesem Jahr leider keine Hühner aus Legebatterien freikaufen und auch kein Schäfchen vor dem Schlachter retten. Wir mussten auch im letzten Winter, zum Weihnachtsfest auf den Freikauf einer Gans aus finanziellen Gründen verzichten Das fällt uns sehr schwer, einigen Notrufen mussten wir leider eine Absage erteilen.

Das ist eigentlich das Schlimmste an unserem “Job” (Berufung wäre hier vielleicht der bessere Ausdruck). Wir wollen helfen, können es aber nicht. Da ist manch schlaflose Nacht garantiert.

Wir hoffen auf Ihre Hilfe und wünschen uns noch viele Jahre weitermachen und vielen Tieren helfen zu können. Helfen Sie mit, die kleinen Welten der geschundenen Tiere wieder aufzurichten und bleiben Sie gesund !!!

 

Ihr Team von Animal Shelter e.V.